Krankheitsprävention in Sachen Liebe

Ein gutes Neues Jahr, liebe Leser! Na, schon mit der Umsetzung unzähliger Neujahrsvorsätze beschäftigt? So gesehen ist der Jänner wohl jener Monat, dem am Gebührendsten das Motto “gesünder leben” zukommt (…und der Februar infolge dessen wahrscheinlich der Hedonistischste).

Die “Evergreens” unter den Vorsätzen ist unumstritten das Auffinden des perfekten Lebenspartners, gepaart mit einer gesünderen Lebensweise. Deshalb möchte ich euch heute mal aufklären, wie sinnvoll dieser Vorsatzblödsinn ist.
Zur Einstimmung, ein Krankheitsratespiel:
Symptome: unkontrollierte Schweißausbrüche, Appetitlosigkeit, Konzentrationsstörungen, Herzrythmusstörungen und natürlich Insomnie…..  um die Vorboten welchen Krankheitsbildes könnte es sich handeln?
a) Gehirntumor
b) Herzinfarkt
c) Liebe
… Lösung: alles richtig!
Kann “Sich Verlieben” also wirklich etwas Lebensbejahendes sein, wenn es in Verbindung mit derart alarmierenden Symptomen steht? Die Antwort aus medizinischer Sicht muss jedenfalls “Nein” lauten! Verlieben ist de facto ungesund! Die im Körper angeregten Mechanismen des Sympatikus setzen den Metabolismus unter enormen Stress! Die Folge eines andauernden “Verliebtseinszustandes” führen also auf lange Sicht zu einem ausgewachsenen Magengeschwür und chronischem Bluthochdruck!!! Ganz abgesehen davon, dass die Wahrscheinlichkeit vom auserwählten Individuum “gegengeliebt” zu werden sagen wir mal bei 30% liegt (außer man sieht aus wie Angelina Jolie bzw. Keanu Reeves – in seinen besten Jahren-, hat einen IQ wie Stephen Hawkin und bewegt sich mit der Grazie von Nicole Scherzinger bzw. Orlando Bloom- alias Legolas). Daraus folgt also mit 70%iger Wahrscheinlichkeit eine Depression!!! Sehr ungesund! Sehr unökonomisch!

Aber es gibt einen Ausweg:”Nicht verlieben!” Falls Sie einen Partner suchen, nehmen sie ihr Telefonbuch zur Hand, durchsuchen sie es nach ungebundenen Kontakten, wägen sie ab welche dieser Personen die wenigsten absolut unangenehmen Eigenschaften aufweist, verabreden sie sich und leiern sie eine Beziehung an. Waren Sie soweit erfolgreich, stehen sie nun an dem Punkt an dem Blauäugige, ungesunde Liebesanhänger erst nach vier Ehejahren ankommen. Das heißt sie haben sich im Vorfeld schonmal 5 Lebensjahre “gespart” die Sie der Verliebtheitsstress gekostet hätte, haben dann nochmal vier Lebensjahre voller schrittweiser Enttäuschungen und Frustration ob der Desillusionierung über den Traumpartner reingeholt und sehen jetzt noch immer gut genug für eine unbedeutende, heiße Affäre aus!!! 

Soviel zur gesundheitsökonomischen Betrachtungsweise des einzig wahren Highlights des Lebens. Ziemlich langweilig, dieses “Gesund leben” oder? Deshalb freu ich mich schon auf Februar, wenn die allgemeine Ratio wiedermal der gescheiterten Disziplin zum Opfer gefallen ist und ich mit lustigen, unbedarften Mitmenschen reulos saufen, rauchen, fressen und lachen kann! 
In diesem Sinne wünsch ich euch ein freudvolles 2009 unter dem Motto “Gesund ist, wer lebt!”

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2 Antworten zu „Krankheitsprävention in Sachen Liebe“

  1. Lucia sagt:

    Hallo Wohlbekomms,
    beeindruckt von deiner klaren, unsentimental-intellektuellen Aufarbeitung des Themas Partnersuche, werde ich deinen Blog an alle meine unglücklichen, partner-losen, -suchenden und -habenden Freundinnen weiterleiten.
    Du hast ihnen ein Tor geöffnet um aus ihrem Unglück in den Himmel (die Langeweile) einzutreten.
    Ich für mich, ringe noch mit der Entscheidung.

    Sag mal, wie gehts Dolorosa?

  2. wohlbekomms sagt:

    Liebe Lucia!

    An dieser Stelle möchte ich eine alte Phrase dreschen und mit ein paar verbalen Accessoirs vielleicht etwas attraktiver machen:

    Jeder ist seines Glückes Schmied. Die einzige Schwierigkeit der sich jeder Mensch zu stellen hat ist, herauszufinden welches Metall man mit welchen Werkzeugen bearbeitet.

    Entscheide selbst ob Dein Glück aus stabilem Eisen oder filigranem Gold besteht und nimm dann den entsprechenden Hammer!

    Dolorosa ist übrigens weitgehend beschwerdefrei, nur der Verzicht auf Schokolade bereitet ihr ein wenig Schwierigkeiten. Bzw. die mangelnde Disziplin diesbezüglich ab und zu Schmerzen.

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